Liebe Schwestern und Brüder,
„Das Vatertagsfest beginnt mit einer Messe ...“ - „An Himmelfahrt ist frei; danach Brückentag ...“ Solche Aussagen in Zeitungen und Gesprächen zeigen: Es ist wohl vergeblich, den Begriff „Hochfest Christi Himmelfahrt“ außerhalb kirchlicher Schriftchen retten zu wollen. Vielleicht hat eine allzu drastische kirchliche Praxis dazu beigetragen. Früher wurde nämlich mancherorts die Aussage des Evangeliums „Er wurde vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.“ veranschaulicht durch das Hochziehen einer Christusfigur, die dann durch ein Loch im Kirchengewölbe verschwand.Liebe Christen,
ob sie nun zu Feiern in „Vatertagskreisen“ oder in Gottesdiensten neigen (oder beides): Der Festinhalt ist nicht unwichtig. Der österliche Herr ist eben nicht „anschaulich“ - er ist unseren Blicken entzogen! So wie die Jünger im Glauben erwachsen werden mussten und lernen, der Botschaft ihres Meisters ohne seine leibliche Anwesenheit zu vertrauen (und nur so die Führung des Geistes Gottes erfahren konnten) so steht auch uns ein „erwachsener Glaube“ an. Das meiste, was Jesus verkündet hat, ist sehr praktisch umsetzbar und gar nicht rätselhaft. Im Festtagsgebet heißt es: „Schenke auch uns das feste Vertrauen, dass auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind, in die Christus uns vorausgegangen ist.“
Frohe Grüße!
Pfarrer Bernhard Brackhane







